Verschleissteile

Verschleißteile sind eine Teilmenge aller Komponentengruppen, aus denen sich ein Produktsystem zusammensetzt (siehe oben). Verschleißteile sind für die vorzeitige Abnutzung und teilweise für den Austausch ausgelegt. Durch deren Auslegung kann die potenzielle Gesamtnutzungsdauer eines Produktsystems verkürzt werden.

Definition Verschleißteil

Produktkomponente, dessen Funktionsbeständigkeit, aufgrund seiner Auslegung, einer Teilperiode der potentiellen Stoff- oder Produktsystemlebensdauer entspricht Anmerkung 1 zum Begriff:          Produktbegriff schließt stoffliche, mechanische, elektrische/elektronische, digitalisierte, immaterielle Komponenten, Software und Informationen als Systemkomponenten ein.

Parameter

Inhärente, konstruktive und externe Parameter charakterisieren die Auslegung. Verschleißteile sind oft Komponenten, die deutlich weniger zuverlässig sind als andere Komponenten. Sie bewirken oft eine Begrenzung von Nutzungsdauern der Produktsysteme oder ihrer Komponenten (vorzeitige Obsoleszenz). Festverbaute oder schwer austauschbare Verschleißteile können ihre Funktionsbeständigkeit an Baugruppen oder Komponenten, z. B. durch feste Verbindungen, vererben (vererbte Obsoleszenz).

Der Bedarf von Verschleißteilen und deren Funktionsbeständigkeit sind vom Hersteller annähernd vorhersehbar, da sie funktions- und betriebsbedingt Abnutzungen erfahren, deren Ausprägungen und Häufigkeit statistisch signifikant ermittelt werden können. Ähnliche Eigenschaften haben zeitbegrenzte Teile. Sie haben eine kürzere Funktionsbeständigkeit als das übergeordnete Produkt und die Funktionsbeständigkeit kann ohne unverhältnismäßigen Aufwand nicht erhöht werden.

Weitere Detailinformationen

Mit Ausgabedatum 2026-03 ist der Norm-Entwurf  „E DIN/TS 35206 Verschleißteile – Allgemeine Definition, Taxonomie und Anforderungen“ erschienen und kann im DIN Media Webshop bezogen werden.